Conversion Variables – SiteCatalyst Variablen III

Conversion Variables (eVars)

Adobe SiteCatalyst bietet eine ganze Reihe von Variablen an, in die man Daten schreibt. Die wichtigste ist dabei sicherlich s.pageName, aber darüber werden wir ein andermal schreiben.

Neben den vordefinierten Variablen gibt es noch

  • 75 „traffic variables“ (s.prop1 – s.prop75),
  • 75 sogenannte „conversion variables“ (s.eVar1 – s.eVar75) und
  • 100 „success events“ (event1 – event100).

Die 3 Artikel dieser Miniserie erklären, wie diese Variablen benutzt werden können und sollten: Traffic Variables, Conversion Variables, Success Events.

Conversion Variables (eVars)

Conversion variables sind enge Verwandte der traffic variables. Der prinzipielle Unterschied ist welche Metriken man benutzen kann: Umsatz (revenue), Bestellungen (orders), Anzahl Produkte (units) und alle 100 success events.

Während traffic variables dazu dienen, die Metriken Page Views, Visits und Unique Visitors zu segmentieren, kann man mit eVars seinen Umsatz segmentieren oder die 100 success events, die man selbst definieren kann.

Um das Beispiel aus dem Artikel über success events fortzuführen: Wenn ich mehrere, unterschiedliche Newsletter anbiete, ist es durchaus sinnvoll, sich den Funnel für jeden Newletter getrennt anzusehen. Je nach Publikum, Inhalten und Vermarktung können die ja ganz unterschiedlich gut oder schlecht ankommen.

Es genügt dazu, im ersten Schritt eine eVar mit dem Namen des Newsletter zu belegen. Die folgenden Events (beide!) werden später automatisch angerechnet. Wir sagen dazu „eVars sind persistent„, ihr Wert hat Bestand. Wie lange ein Wert in der eVar Bestand haben soll, kann man konfigurieren: bis zum Ende des Visits, bis die Anmeldung komplett ist, einen Monat lang, für immer, …

Man kann auch festlegen, gegen welchen Wert in einer eVar Events „verbucht“ werden sollen, indem man die sogenannte „Attribution“ einstellt.

  • „Last“ bedeutet, dass ein Event dem zuletzt in die eVar geschriebenen Wert zugerechnet werden soll. Beim Kampagnentracking nennt man das „Last Touch“.
  • „First“ heisst dass immer der älteste Wert gelten soll, der Event also dem ursprünglich gesetzten Wert zugerechnet wird, auch wenn später neue Werte in die eVar geschrieben wurden.
  • Wenn man „linear“ einstellt, wird der Event auf die während des Visits in die eVar geschriebenen Werte aufgeteilt.

Ein Beispiel möge für Klarheit sorgen.

Ich tracke auf meiner Shopwebseite interne Banner, die meine Besucher zu bestimmten Produkten leiten. Am Ende eines Visits, wenn ein Besucher hoffentlich viele davon gekauft hat, ordne ich den Umsatz zu.

Der Kunde in diesem Beispiel mag zunächst einem Banner auf ein herabgesetztes Hemd gefolgt sein (interne Kampagne „hemd_11_1“), danach klickte er (oder sie) auf ein Banner für ein Portemonnaie („portem_11_23“) und zuletzt auf ein Banner, das ein paar Designerschuhe bewarb („xyz_11_2“). Am Ende kaufte der Kunde 6 Produkte und gab dafür EUR349 aus.

  • „Last“ – 6 Produkte und der Umsatz werden vollständig der internen Kampagne „xyz_11_2“ zugeordnet.
  • „First“ – die 6 Produkte und der Umsatz gehen auf die interne Kampagne „hemd_11_1“.
  • „Linear“ – Jeder der Kampagnen werden 2 Produkte angerechnet sowie jeweils ein Drittel des Umsatzes.

(Anmerkung: Dies ist ein perfektes Anwendungsgebiet für „Campaign Stacking“)

Über

German expat living in Switzerland (formerly UK and France). Consultant and member of the Multi-Solutions Group at Adobe, working with the Digital Marketing Suite. Father of 4 girls.

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Veröffentlicht in Grundlagen
15 comments on “Conversion Variables – SiteCatalyst Variablen III
  1. […] haben die Welt der Conversion Variables betreten und können mit geeigneter s_code.js Datei auch schon Kampagnen analysieren, also z.B. […]

  2. […] (z.B. sicherheitsrelevante Fehler), neue Features (wie z.B. die zusätzlichen props und eVars, contextData und list Variablen) und Anpassungen an Änderungen anderswo im Internet (z.B. […]

  3. […] die visitorID werden auch die persistenten Werte aller eVars verknüpft. Wenn die Erkennung der visitorID also weniger genau ist, gilt das gleiche für alle […]

  4. […] große Puzzle rechts und weist dann den zu importierenden Daten Variable in SiteCatalyst zu, meist eVars und […]

  5. […] Problem ist schnell gefunden: Die Entwickler setzen eVar1 auf jeder Seite, und zwar auf den Wert “N/A”. Damit werden Suchbegriffe natürlich […]

  6. […] oder Custom Conversion Reports umbennen, wirkt sich das auch auf die entsprechende prop oder eVar […]

  7. […] Grundlage sollte man eine conversion variable benutzen und in dieser die jeweils benutzte Geräteklasse speichern, also z.B. […]

  8. […] “normale” Implementierung. Wenn ein Kunde beschließt, IP Adressen in eine prop oder eVar zu schreiben, dann greifen die Einstellungen für diese prop oder eVar […]

  9. […] Krux sind weniger props sondern eher eVars mit ihrer “persistence“, “expiry” und “attribution”. Sowas zu […]

  10. […] simple Implementierung von Adobe Analytics ohne jede Anpassungen (also ohne props, eVars und events) ist sehr limitiert, was ihren Wert angeht. Wer auch nur ansatzweise Wert auf relevante […]

  11. […] glaube ich habe schon zu lange nicht mehr über eVars […]

  12. […] sind eVars das wichtigste Element in Adobe Analytics. Sie transportieren die Daten, anhand derer wir später […]

  13. […] hat, dann benutzt man relativ schnell hauptsächlich events und conversion variables (“eVars“). Und man beginnt, jede Variable als prop und als eVar zu […]

  14. […] Das ist gut! Denn sowas können wir direkt auf Segmente abbilden, oder vielleicht auf “Variablen“, also meist […]

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