Herunterbrechen ohne Limits – Data Warehouse & Discover

Die drei Grundlagenartikel zu den Themen traffic variables (props), conversion variables (eVars) und success events haben es schon erwähnt: SiteCatalyst unterscheidet prinzipiell zwischen „Traffic“ und „Conversion“.

„Traffic“ ist in SiteCatalyst alles, was mit Page Views, Visits, Visitors und Pathing zu tun hat. Auf der anderen Seite des Zauns findet sich „Conversion“, oder alles was mit Umsatz, Bestellungen, Verkäufen oder Zielen (success events) zu tun hat.

In SiteCatalyst geht diese Trennung so weit, daß man props und eVars nicht in einem Report mischen kann. Es ist z.B. nicht möglich aus einem Conversion Report heraus nach einer traffic variable herunterzubrechen.

Es gibt natürlich Fälle, in denen man durchaus an einer Mischung interessiert ist. Auf welcher Seite werden die meisten internen Suchen angestossen? Welche Landingpage war eigentlich letzen Monat am erfolgreichsten? Um Fragen wie diese beantworten zu können tracken die meisten Implementierungen Werte wie den pageName sowohl in eine prop als auch in eine eVar.

Ob es grundsätzlich sinnvoll ist, Werte doppelt zu tracken, ist eine hochinteressante Diskussion (Was meinen Sie?). Angeknüpft daran sollte man wissen, was Dynamic Variables sind.

Segmentieren ohne Limits

Oder man sieht sich die Alternativen an, die es außerhalb SiteCatalysts ja durchaus gibt:

  1. Data Warehouse
  2. Discover

Wir werden zu beiden Tools noch einige Artikel posten.

Wichtig an dieser Stelle ist, daß beide Tools den Zugriff auf beliebig viele Stufen von Correlations und Subrelations bieten, auch gemischt!

Darüberhinaus kann man in beiden Tools mit dem Segment Builder Segmente auf die Reports anwenden, die Teile der Daten ausblenden und so interessantere Analysen ermöglichen.

Ein vielgenutztes Beispiel: Ich möchte wissen, wie erfolgreich meine letzte Emailkampagne war. Die Email enthielt einige Links zu Produkten und zu einem Formular, in dem Besucher die Emails abbestellen können. Alle Links waren mit Tracking Codes versehen, die ich mit SAINT klassifiziert habe.

Mein Segment definiere ich so, daß es alle Daten der Benutzer beinhaltet, die über einen der Links in der Email zur Website kamen.

In Data Warehouse und Discover (und SiteCatalyst 15!) kann ich dieses Segment auf beliebige Reports anwenden und so vergleichen, wieviel Umsatz diese Kunden im Vergleich zum Gesamtvolumen gebracht haben. Ich kann auch sehen, welche Kategorien bei diesen Besuchern beliebt waren und ob sie z.B. jemals meine Homepage angesehen haben. Und ich bekomme die konkrete Zahl der Abmeldungen, die sich auf diese Email zurückführen lassen.

Mit Discover kann ich weiter in den Daten herumsuchen, z.B. würde mich interessieren, wieviele „der Abmelder“ in der Vergangenheit Kunden waren.

Sowohl Discover als auch Data Warehouse sind Zusatzmodule für SiteCatalyst und kosten als solche zusätzlich Geld.

Meine Meinung: Discover ist für fortgeschrittene Benutzer, die viel ad-hoc Analysen machen oder Daten für sehr unterschiedliche Anwendungsbereiche zur Verfügung stellen wollen. Data Warehouse ist für gelegentliche ad-hoc Analysen sehr wertvoll, aber auch für komplexere, regelmässige Datenexporte oder einfach wegen der Möglichkeiten, die mir die unbeschränkten Breakdowns geben.

Natürlich kann man SiteCatalyst auch ohne Data Warehouse benutzen und damit glücklich werden, ich persönlich würde aber Data Warehouse nicht missen wollen.

Über

German expat living in Switzerland (formerly UK and France). Consultant and member of the Multi-Solutions Group at Adobe, working with the Digital Marketing Suite. Father of 4 girls.

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Veröffentlicht in Grundlagen, Meinung
One comment on “Herunterbrechen ohne Limits – Data Warehouse & Discover
  1. […] Hoc Analytics (fka Discover) kann tiefer in die Daten drillen, das ist also besser. Mit Genesis kann ich offsite Daten einbinden, die brauchen wir für eine […]

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