Analysis Workspace: Analyse ohne Grenzen

Endlich: Ein Gastbeitrag! Von Till Büttner! Ich wünsche viel Spass!

Seit gut einem halben Jahr hat Adobe Analytics ein weiteres Add-on namens Analysis Workspace spendiert bekommen. Seit dem sind einige Videos und Howtos dazu erschienen, die erklären was man alles damit anstellen kann bzw. wo sich welche Funktionen verbergen/befinden. Darauf möchte ich heute nicht eingehen, wer danach sucht der findet nachfolgend ein paar Anhaltspunkte:

Viel interessanter daran finde ich, dass der Analyse keine Grenzen mehr gesetzt sind. Ja das ist etwas überspitzt, natürlich gibt es trotzdem Grenzen (Verfügbarkeit von benutzersp. Variablen, …), jedoch ist man in der Art und Weise bzw im Vorgehen der Analyse nicht mehr beschränkt.

Bei einem Hausbau würde man von der grünen Wiese sprechen, auf der man das Haus frei planen kann. Ob die Planung sinnvoll ist oder die Statik hält, ist dem Planer überlassen. Genau so verhält es sich auch mit Analysis Workspace.

grueneWiese

Die grüne Wiese

Es gibt erstmal keine vorgefertigten Reports (man kann allerdings Reports aus Reports & Analytics in die Workspace überführen). Es ist nur eine leere Tabelle vorhanden, welche dazu einlädt sich frei in die Analyse zu stürzen.

Manch einer sagt jetzt vielleicht: „Hej das gibt es doch schon und nennt sich Ad Hoc Analysis“. Ja und nein, denn ja Ad Hoc Analysis hat eine ähnliche Funktionalität (Übersicht und Abgrenzung der Funktionalitäten), aber ich als Nutzer bin gezwungen Java zu nutzen, also wieder eine Grenze.

Aber warum singe ich genau auf diese Freiheit ein Loblied?

Die meisten Tools (Reports & Analytics ist hier keine Ausnahme) geben dem Analysten (oder einfacher dem Betrachter) vorgefertigte Reports an die Hand. Man kann hier und da einen Breakdown oder auch mal einen Vergleich mit einem anderen Segment machen. Dies ist aber auch wiederum auf z.B. vorgegebene Dimensionen beschränkt. Dadurch wird es natürlich einfacher, denn man muss nicht nachdenken ob der Breakdown oder die Korrelation Sinn machen. Würde es keinen Sinn machen, könnte man es nicht auswählen.

Hier steckt für mich aber der Nachteil drin. Ich möchte nachdenken, ich möchte vielleicht Korrelationen ausprobieren die im ersten Moment nicht sinnvoll sind. Ich möchte mein Gehirn benutzen.

Pedro Monjo hat über einen TED Talk gebloggt und stellt die These auf: „As the TED talk suggests, we can rely on the web analytics tool only to take the information apart, to analyse it. But when it comes to put the information together again, to make decisions, the brain is the best tool to do it.“

Dies kann ich nur unterschreiben. Adobe nimmt für uns die Daten auf und Verarbeitet diese, aber die Kombinationen derer passiert am besten auf der grünen Wiese.

tl;dr

Analysis Workspace bietet dem Analysten die Möglichkeit eine Analyse von Grund auf selbst zu gestalten. Dies ist aus meiner Sicht die beste Art der Analyse, denn das wichtigste Werkzeug des Analysten ist sein Gehirn.

Wie seht Ihr das? Bevorzugt Ihr im täglichen Geschäft eher vorgefertigte Reports oder die grüne Wiese?

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